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eSIM-Test Schweiz 2026: 768 Mbit/s – und trotzdem kein klarer Sieger

Autorenbild: Josh von ByteBamboo
Josh von ByteBamboo
17. Sept.
26 Min. Lesezeit

Testgerät

iPhone 16 Pro

Hauptvergleich

Bodensee-Region, Romanshorn, Seealpsee, Seealpsee-Talstation, Zürich (Hauptbahnhof, Brunau, Niederdorf), St. Gallen und Altenrhein

Nachtest

Rheineck

Datum

12. und 14. August sowie 1., 5. und 7. September 2026 (Rheineck-Nachtest: 25. August)

Speedtest-Tool

Speedtest by Ookla


Transparenzhinweis: Dieser Vergleich basiert auf eigenen Messungen mit einem iPhone 16 Pro. Die getesteten Anbieter hatten keinen Einfluss auf Durchführung, Messwerte oder Einordnung. Einige Links in diesem Artikel sind Affiliate- oder Referral-Links. Wenn du darüber einen Tarif kaufst, kann ByteBamboo eine Provision oder Prämie erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Das hat keinen Einfluss darauf, wie ein Anbieter im Test abschneidet.



Zürcher Hauptbahnhof als Teststandort des eSIM Tests Schweiz 2026
Am Zürcher Hauptbahnhof erreichte Airalo bis zu 217,52 Mbit/s im Download. Gemessen am 1. September 2026 mit dem iPhone 16 Pro.


Das Ergebnis in Kürze


767,64 Mbit/s. Der höchste Einzelwert des gesamten Schweizer Tests, gemessen von Revolut in Altenrhein (Messung ansehen). Der bisherige Rekord von Saily, 529,18 Mbit/s aus Romanshorn, hielt sich über 39 weitere Messungen in Zürich und St. Gallen. Dann kam Altenrhein.


Die eigentliche Geschichte liefert aber nicht Revolut, sondern Nomad: bis St. Gallen meist der langsamste oder zweitlangsamste Anbieter, ganz ohne 5G. Dort plötzlich vorne.


Liniendiagramm mit Nomads durchschnittlichem Download über sieben Testphasen, von 31,11 Mbit/s am Bodensee über einen Tiefpunkt an der Talstation bis 259,21 Mbit/s in St. Gallen und 313,57 Mbit/s in Altenrhein, die vier anderen Anbieter als dezente Referenzlinien im Hintergrund
Nomad war bis St. Gallen meist der langsamste oder zweitlangsamste Anbieter, ganz ohne 5G. In St. Gallen dann mit 259,21 Mbit/s klar vorne, in Altenrhein mit 313,57 Mbit/s stark, aber hinter Revolut und Saily.

In Altenrhein nochmals stärker. Und genau in Altenrhein zeigt sich das Muster des ganzen Tests am deutlichsten: Alle fünf eSIMs liefen über denselben Carrier, Salt. Die Werte reichten trotzdem von 32 bis 768 Mbit/s.


Mein eigener Schweizer Tarif Wingo, an sechs Standorten mitgemessen, schlägt die meisten Reise-eSIMs meist deutlich. Nur am Seealpsee und in Altenrhein nicht (mehr dazu im Wingo-Kapitel weiter unten).


Einen Gesamtsieger gibt es damit weiterhin nicht. Was sich stattdessen zeigt: Der Unterschied zwischen den Anbietern hängt stark davon ab, wo und wann gemessen wird, manchmal sogar innerhalb weniger Minuten am gleichen Ort.


Welche eSIM eignet sich wofür?


Airalo: hohe und über drei Testphasen in Folge (Zürich, St. Gallen, Altenrhein) auffällig konstante Geschwindigkeit, dafür der einzige komplette Verbindungsausfall des gesamten Tests.


Revolut: die höchsten Spitzenwerte, 767,64 Mbit/s in Altenrhein (einzige Messung dort) und 402,28 Mbit/s in Romanshorn, dazwischen aber auch die stärksten Schwankungen aller Anbieter.


Nomad: überraschend stark in St. Gallen und noch mehr in Altenrhein, durchgehend ohne ein einziges Mal 5G anzuzeigen.


Holafly: Unlimited-Tarif, im separaten Test der beste Support, an der Talstation vorne, in Zürich, St. Gallen und Altenrhein aber die niedrigsten Werte.


Saily: teils sehr schnell (Romanshorn, Altenrhein), aber stark standortabhängig, in Zürich und St. Gallen deutlich schwächer.


Was ein normales Schweizer Abo im Vergleich leistet, dazu mehr im Abschnitt zu Wingo weiter unten.


Die wichtigsten Ergebnisse

Kategorie

Anbieter

Ergebnis

Höchster Einzelwert

Revolut

767,64 Mbit/s in Altenrhein, einzelne Messung

Zweithöchster Einzelwert

Saily

529,18 Mbit/s in Romanshorn, zweite Messung am selben Ort 339,79 Mbit/s

Bester Durchschnitt in Zürich

Airalo

190,77 Mbit/s, Spanne nur 171,86–217,52

Grösste Schwankung in Zürich

Revolut

Beste Leistung an der Talstation

Holafly

Schnellste Installation

Revolut

unter 1 Minute

Bester Support

Holafly

schnitt im separaten Support-Test am besten ab

Bester Standortdurchschnitt in St. Gallen

Nomad

259,21 Mbit/s im Schnitt, weiterhin ohne 5G

Bester Standortdurchschnitt in Altenrhein

Revolut

767,64 Mbit/s (einzelne Messung), vor Saily (386,24) und Nomad (313,57 Mbit/s)

Gleicher Carrier, grösste Spanne

Alle fünf eSIMs

in Altenrhein durchgehend Salt, trotzdem 32,07 bis 767,64 Mbit/s

Lokale Referenz (kein eSIM-Ranking)

Wingo

Ø 439,15 Mbit/s über 13 Messungen an sechs Standorten, Ausnahmen Seealpsee und Altenrhein


Balkendiagramm mit dem durchschnittlichen Download von Airalo, Revolut, Saily, Nomad und Holafly in den vier Testregionen Bodenseeraum & Alpstein, Zürich, St. Gallen und Altenrhein
Ø Download pro Anbieter in allen vier Testregionen. Saily führt im August-Schnitt, Nomad und Revolut liefern die grössten Ausreisser in St. Gallen und Altenrhein.

eSIM Test Schweiz 2026: 81 Messungen in fünf Phasen


Meine dokumentierte Schweizer Testreihe umfasst insgesamt 81 erfolgreiche Speedtests mit den fünf regulär getesteten Reise-eSIM-Anbietern (Hauptvergleich plus Rheineck-Nachtest zusammengerechnet), dazu den dokumentierten Airalo-Ausfall an der Talstation. Zusätzlich habe ich Wingo an sechs Standorten sowie Holaflys Always-On-Backup separat gemessen, beide zählen nicht zu diesen 81 Messungen und fliessen nicht ins Anbieter-Ranking ein.


Wichtig für die Einordnung: Die Testreihe lief über mehrere Wochen, dabei wurde je nach Anbieter nicht durchgehend derselbe Tarif verwendet, sondern teilweise unterschiedliche Datenpakete nachgekauft (Details dazu bei den einzelnen Anbietern weiter unten und im Kostenabschnitt). Veränderungen zwischen den Testphasen lassen sich deshalb nicht allein auf Standort oder Zeitpunkt zurückführen, auch der jeweils aktive Tarif, Routing oder andere nicht sichtbare technische Faktoren können eine Rolle gespielt haben.


Phase 1, 12. und 14. August: Bodensee-Region, Seealpsee, Talstation und Romanshorn. 24 erfolgreiche Messungen plus der Ausfall. An den ersten drei Standorten je eine Messung pro Anbieter, in Romanshorn zwei.


Phase 2, 25. August: Nachtest in Rheineck mit Airalo, Holafly und Saily, 9 weitere Messungen. Nomad und Revolut wurden hier nicht erneut getestet, die Anzahl Messungen weicht zwischen den drei übrigen Anbietern ab. Rheineck bleibt deshalb ausserhalb des phasenübergreifenden Hauptvergleichs.


Phase 3, 1. September: Zürich, drei Standorte, 25 weitere Messungen. Anders als Rheineck wurden hier alle fünf Anbieter exakt gleich oft gemessen, je fünf Speedtests. Zürich bekommt deshalb vollwertiges Gewicht im Vergleich, auch wenn ich die Durchschnitte der Phasen bewusst getrennt ausweise statt zu einer Zahl zu verschmelzen. Land und Bergregion im August, dichte Stadt im September, das in einem Mittelwert zu vermischen, hätte mehr verschleiert als gezeigt.


Phase 4, 5. September: St. Gallen, ein Standort in der Altstadt, 14 weitere Messungen. Airalo kommt hier auf zwei Speedtests, die übrigen vier Anbieter auf je drei, das ist weniger gleichmässig als Zürich, aber deutlich ausgeglichener als Rheineck, wo einzelne Anbieter komplett fehlten. St. Gallen bekommt deshalb ebenfalls vollwertiges Gewicht im Hauptvergleich, als eigene, separat ausgewiesene Vergleichsgrösse neben Bodenseeraum & Alpstein und Zürich.


Phase 5, 7. September: Altenrhein, ein Standort am Flugplatz, 9 weitere Messungen. Airalo, Holafly, Nomad und Saily mit je zwei Speedtests, Revolut mit einem, damit insgesamt ausgeglichener als Rheineck und vergleichbar mit St. Gallen. Altenrhein bekommt deshalb ebenfalls vollwertiges Gewicht im Hauptvergleich, als vierte separat ausgewiesene Vergleichsgrösse neben Bodenseeraum & Alpstein, Zürich und St. Gallen.


Zu Wingo und Holaflys Always-On-Backup weiter unten mehr.

Kein standardisierter Streaming-, Hotspot- oder Nutzungstest in diesem Vergleich, anders als beim Warschau-Test. Die weiter unten beschriebenen Erfahrungen mit Installation, eSIM-Verwaltung und Abrechnung stammen dagegen aus meinem tatsächlichen Kauf- und Nutzungsprozess, dazu mehr im Abschnitt «Abseits vom Speedtest». Fair-Use- und Hotspot-Angaben stammen aus dem separat gepflegten Anbietervergleich und beschreiben Tarifbedingungen, keinen eigenen Hotspot-Test. Den Support habe ich separat getestet, Holafly schnitt knapp vor Airalo am besten ab, als qualitative Zusatzinfo, nicht verrechnet mit den Speedtest-Werten.



→ Zum eSIM-Test Warschau 2026 (mit Streaming, Hotspot und Verbindungsstabilität)


Neun Messpunkte und eine begrenzte Zahl Messungen ergeben keine Netzkarte der Schweiz. Sie zeigen, was mein iPhone unter diesen Bedingungen gemessen hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Die neuen September-Messungen: Zürich, St. Gallen und Altenrhein


Die folgenden drei Kapitel behandeln zuerst die neuesten Messungen, chronologisch von Zürich über St. Gallen bis Altenrhein. Die ursprünglichen August-Standorte (Bodensee-Region, Romanshorn, Seealpsee, Talstation) und der Rheineck-Nachtest folgen weiter unten, in der Reihenfolge, in der sie ursprünglich gemessen wurden.


Zürich: Airalo und Revolut fast gleichauf, zwei Anbieter ohne 5G


Drei Standorte mit unterschiedlichem Charakter: der Hauptbahnhof als belebter Knotenpunkt, Brunau als ruhigeres Stadtrandquartier, das Niederdorf als dichte Altstadtlage. Am Hauptbahnhof und in Brunau zwei Speedtests pro Anbieter, im Niederdorf einer.


Altstadtgasse im Zürcher Niederdorf als Teststandort für fünf Reise-eSIMs
Im Niederdorf erreichte Holafly 33,02 Mbit/s und zeigte dabei erstmals in der Zürcher Testreihe LTE statt 5G an.

Ø Download pro Anbieter, Zürich (5 Messungen je Anbieter, alle drei Standorte zusammen)

Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Airalo

5

190,77 Mbit/s

171,86–217,52

5G

Sunrise

Revolut

5

189,47 Mbit/s

102,07–298,83

5G

Salt

Saily

5

79,55 Mbit/s

26,59–110,81

LTE

Sunrise

Nomad

5

47,44 Mbit/s

15,30–98,36

LTE

Salt

Holafly

5

33,22 Mbit/s

33,02–33,47

5G/LTE

Holafly 5G

Bereichsdiagramm mit Minimum, Durchschnitt und Maximum der Downloadwerte von Airalo, Revolut, Saily, Nomad und Holafly in Zürich
Airalo und Revolut liegen in Zürich im Schnitt fast gleichauf, unterscheiden sich aber massiv in der Schwankungsbreite: 46 Mbit/s bei Airalo gegenüber knapp 197 Mbit/s bei Revolut.

Airalo und Revolut liegen im Mittel fast gleichauf, mit gegensätzlichem Charakter. Unter den beiden schnellen Anbietern war Airalo deutlich konstanter, alle fünf Werte innerhalb von 46 Mbit/s (Messung 217,52 Mbit/s ansehen). Revolut blieb sich selbst treu und schwankte um fast 197 Mbit/s zwischen niedrigstem und höchstem Wert, am selben Standort Brunau (298,83 Mbit/s gegen 102,07 Mbit/s).


Zwei Anbieter, drei Standorte, kein einziges Mal 5G. Nomad und Saily zeigten in Zürich durchgehend LTE. Ob der 5G-Zugang für diese beiden Anbieter in Zürich grundsätzlich eingeschränkt ist, lässt sich aus den Messdaten nicht bestimmen, das Muster ist aber eindeutig.


Fünf Messungen an drei verschiedenen Standorten, und praktisch immer derselbe Wert: Holafly lag zwischen 33,02 und 33,47 Mbit/s, eine Spanne von nur 0,45 Mbit/s, enger als bei jedem anderen Anbieter in Zürich, allerdings auf deutlich niedrigerem Geschwindigkeitsniveau. Ob dahinter eine technische Begrenzung, das verwendete Netz oder ein anderer Faktor steckt, lässt sich aus den Messdaten nicht bestimmen.


Auch bei der Latenz war Holafly durchgehend am langsamsten, 109 bis 147 ms, während die anderen vier Anbieter zwischen 34 und 117 ms lagen, wobei Saily mit bis zu 117 ms Holafly latenzmässig am nächsten kam. Latenz beschreibt die Reaktionszeit einer Verbindung, niedrigere Werte sind vor allem bei Webseiten, Videoanrufen oder Online-Games spürbar, auch wenn der reine Download ähnlich schnell ist. Getestet habe ich diese Anwendungen in diesem Vergleich nicht, die Latenzwerte sind reine Speedtest-Messwerte.


St. Gallen: Nomad überraschend stark, Revolut erneut unberechenbar


Vierte Testphase, 5. September, ein Standort in der Altstadt. Zwei bis drei Messungen pro Anbieter, weniger gleichmässig als Zürich, aber ausreichend ausgeglichen für den Hauptvergleich (Details zur Gewichtung im Methodik-Abschnitt oben).


St. Galler Altstadt als Teststandort für Airalo, Holafly, Nomad, Revolut und Saily
In der St. Galler Altstadt erreichte Nomad durchschnittlich 259,21 Mbit/s und war damit der schnellste Reise-eSIM-Anbieter dieser Testphase – weiterhin über LTE.

Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Nomad

3

259,21 Mbit/s

227,14–306,40

LTE

Salt

Airalo

2

193,58 Mbit/s

190,96–196,20

5G

Salt

Revolut

3

172,85 Mbit/s

78,59–354,80

5G

Salt

Saily

3

72,66 Mbit/s

55,07–88,37

LTE

Sunrise

Holafly

3

33,96 Mbit/s

33,06–34,98

5G

Salt

Nomad erreichte hier mit 259,21 Mbit/s im Schnitt seinen bisher besten Wert im ganzen Test, mehr als das Fünffache seines Zürich-Schnitts, mit einer Einzelmessung von 306,40 Mbit/s, und das weiterhin ohne ein einziges Mal 5G zu zeigen. Airalo lag mit 193,58 Mbit/s im gewohnten Bereich, allerdings zeigte die Carrier-Spalte hier neu Salt statt wie bisher Sunrise, dazu mehr im Abschnitt «Gleicher Carrier, unterschiedliche Geschwindigkeit» unten. Revolut wiederholte sein bekanntes Muster aus Romanshorn und Zürich: 85,15 Mbit/s, kurz danach 354,80, dann wieder 78,59 Mbit/s, alles am selben Standort.


Altenrhein: 767 Mbit/s von Revolut, bei allen fünf erfasste Speedtest Salt als Carrier


Fünfte Testphase, 7. September, am Flugplatz Altenrhein direkt am Bodensee. Airalo, Holafly, Nomad und Saily mit je zwei Speedtests, Revolut mit einem.


Revolut-Speedtest in Altenrhein mit 762,91 Mbit/s auf dem iPhone vor dem Flugplatz.
Am Flugplatz Altenrhein erreichte Revolut 767,64 Mbit/s, den höchsten Einzelwert des gesamten Schweiz-Tests, gemessen am 7. September 2026.

Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Revolut

1

767,64 Mbit/s

767,64

5G

Salt

Saily

2

386,24 Mbit/s

290,68–481,80

5G

Salt

Nomad

2

313,57 Mbit/s

281,63–345,50

LTE

Salt

Airalo

2

182,46 Mbit/s

181,18–183,73

5G

Salt

Holafly

2

33,83 Mbit/s

32,07–35,59

5G

Salt

Balkendiagramm mit dem durchschnittlichen Download der fünf eSIM-Anbieter in Altenrhein, von Revolut mit 767,64 Mbit/s bis Holafly mit 33,83 Mbit/s, mit Wingo als gestrichelter Referenzlinie
Revoluts 767,64 Mbit/s in Altenrhein beruhen auf einer einzigen Messung und übertreffen sogar den lokalen Wingo-Schnitt von 458,95 Mbit/s deutlich.

Der auffälligste Befund zuerst: Alle fünf Anbieter liefen in Altenrhein über denselben Carrier, Salt, laut Carrier-Spalte durchgehend. Trotzdem reichen die Einzelmessungen von 32,07 Mbit/s bei Holafly bis 767,64 Mbit/s bei Revolut, ein Faktor von mehr als 23. Carrier-Bezeichnung und Netztyp allein reichen als Erklärung für die tatsächliche Geschwindigkeit damit auch hier nicht aus.


Revoluts 767,64 Mbit/s ist der höchste Einzelwert des gesamten Tests, deutlich über dem bisherigen Rekord von 529,18 Mbit/s aus Romanshorn. Wichtig für die Einordnung: Das ist eine einzelne Messung, keine zweite liegt zum Vergleich vor. Gerade Romanshorn zeigte, wie stark eine zweite Messung abweichen kann: Sailys dortiger Rekord fiel bei der Wiederholung um rund 190 Mbit/s tiefer aus.


Nomad bestätigte seine St. Galler Form und legte nochmal zu: 313,57 Mbit/s im Schnitt, das bisher beste Ergebnis dieses Anbieters im ganzen Test, weiterhin ausschliesslich über LTE. Airalo blieb derweil seinem Muster aus Zürich und St. Gallen treu, 182,46 Mbit/s im Schnitt, das dritte Mal in Folge im engen Band zwischen 171,86 und 217,52 Mbit/s.


Auch Wingo wurde hier mitgemessen, 458,95 Mbit/s im Schnitt über drei Messungen. Das reicht, um vor Saily, Nomad, Airalo und Holafly zu liegen, nicht aber vor Revoluts Einzelwert. Altenrhein ist damit neben dem Seealpsee der zweite der sechs mitgetesteten Wingo-Standorte, an dem eine Reise-eSIM den lokalen Referenztarif übertrifft, wenn auch auf Basis einer einzigen Revolut-Messung.


Die ersten Standorte: Bodensee, Romanshorn, Seealpsee und Talstation


Die folgende erste Testphase vom 12. und 14. August, bevor Zürich, St. Gallen und Altenrhein als weitere, im Ranking gleichwertige Phasen dazukamen.


Bodensee-Region: der erste Flachland-Test


Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Airalo

1

143,10 Mbit/s

143,10

5G

Sunrise

Holafly

1

117,80 Mbit/s

117,80

5G

Salt

Revolut

1

76,94 Mbit/s

76,94

5G

Salt

Saily

1

64,79 Mbit/s

64,79

5G

Sunrise

Nomad

1

31,11 Mbit/s

31,11

LTE

Salt

Der erste Messpunkt bleibt auf Regionsebene anonymisiert und steht für Flachland und Alltag. Alle Anbieter erreichten eine Verbindung. Airalo lag mit 143,1 Mbit/s vorne, gefolgt von Holafly mit 117,8. Revolut kam auf 76,94, Saily auf 64,79, Nomad mit LTE auf 31,11 Mbit/s.


Airalo sah zu diesem Zeitpunkt klar am stärksten aus. Zwei Tage später in Romanshorn war die Reihenfolge eine völlig andere.


Romanshorn: zwei Messungen reichen schon für eine neue Geschichte


Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Saily

2

434,49 Mbit/s

339,79–529,18

5G

Sunrise

Revolut

2

272,17 Mbit/s

142,07–402,28

5G

Salt

Airalo

2

117,32 Mbit/s

103,71–130,94

5G

Sunrise

Nomad

2

84,94 Mbit/s

77,71–92,17

LTE

Salt

Holafly

2

31,28 Mbit/s

27,17–35,39

5G

Salt

Anders als an den ersten drei Standorten führte ich hier pro Anbieter zwei Speedtests durch. Saily stellte mit 529,18 Mbit/s den bisherigen Höchstwert des gesamten Tests auf, die zweite Messung lag mit 339,79 Mbit/s knapp 190 Mbit/s tiefer. Bei Revolut war die Schwankung noch direkter: 142,07 Mbit/s, eine Minute später 402,28 Mbit/s, am gleichen Ort.


Airalo (103,71 und 130,94) und Nomad (92,17 und 77,71) lagen näher beieinander, Holafly ebenfalls (27,17 und 35,39), wobei bei diesen beiden Werten unklar bleibt, ob sie über den regulären Tarif oder das separat getestete Always-On-Backup liefen, mehr dazu im Holafly-Abschnitt unten. Für eine Stabilitätsaussage sind zwei Speedtests pro Anbieter ohnehin zu wenig.


Seealpsee: Airalo liegt vorne


Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Airalo

1

209,92 Mbit/s

209,92

5G

Sunrise

Revolut

1

91,76 Mbit/s

91,76

5G

Salt

Nomad

1

49,51 Mbit/s

49,51

LTE

Salt

Saily

1

40,90 Mbit/s

40,90

5G

Sunrise

Holafly

1

13,34 Mbit/s

13,34

5G

Salt

Airalo erreichte 209,92 Mbit/s, den höchsten Wert an diesem Standort. Dahinter Revolut mit 91,76, Nomad mit 49,51 über LTE, Saily mit 40,9 und Holafly mit 13,34 Mbit/s. Eine einzelne Messung an einem einzelnen Standort, nicht mehr.


Panorama des Seealpsees im Alpstein als Teststandort des eSIM Tests Schweiz 2026
Am Seealpsee erreichte Airalo mit 209,92 Mbit/s den höchsten Downloadwert der fünf getesteten Reise-eSIMs.

Talstation: 5G ist plötzlich nicht mehr die wichtigste Zahl


Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Holafly

1

23,90 Mbit/s

23,90

5G

Salt

Saily

1

5,53 Mbit/s

5,53

3G

Sunrise

Nomad

1

3,97 Mbit/s

3,97

LTE

Salt

Revolut

1

0,89 Mbit/s

0,89

5G

Salt

Airalo

–

–

–

Ausfall, keine Verbindung

–

Holafly erreichte hier mit 23,9 Mbit/s den besten Wert des Standorts, über 5G. Nomad kam über LTE auf 3,97 Mbit/s, mehr als das Vierfache von Revoluts 0,89 Mbit/s, obwohl Revolut 5G anzeigte. Selbst Sailys 3G-Verbindung lag mit 5,53 Mbit/s deutlich über Revoluts 5G-Wert. Airalo kam an diesem Standort erst gar nicht zum Speedtest, keine Verbindung.


Für die Talstation-Messungen von Nomad und Revolut ist kein öffentlicher Ookla-Freigabelink gespeichert, die Werte stammen aus dem dokumentierten Testprotokoll.


Rheineck als ergänzender Nachtest


Nur drei der fünf Anbieter erneut getestet, unterschiedliche Anzahl Messungen. Rheineck bleibt deshalb ausserhalb des phasenübergreifenden Hauptvergleichs, anders als Zürich (exakt fünf Messungen je Anbieter), St. Gallen (zwei bis drei Messungen je Anbieter) und Altenrhein (durchgehend zwei Messungen je Anbieter, ausser Revolut mit einer), die alle drei ausreichend ausgeglichen sind, um im Hauptvergleich mitzuzählen.


Am 25. August testete ich Airalo, Holafly und Saily zusätzlich in Rheineck, 9 weitere Speedtests.

Anbieter

n

Ø

Spanne

Netztyp

Carrier

Saily

4

81,50 Mbit/s

54,71–122,70

5G

Sunrise

Holafly

3

66,91 Mbit/s

20,15–150,12

5G

Salt

Airalo

2

46,91 Mbit/s

26,94–66,87

5G

Sunrise

Bei Holafly liegen fast 130 Mbit/s zwischen langsamster und schnellster Messung desselben Anbieters, 150,12 gegen 20,15 Mbit/s. Ein weiterer Beleg dafür, wie wenig ein einzelner Speedtest über die allgemeine Leistung einer Reise-eSIM aussagt.


Reise-eSIM gegen Wingo: Wie gross ist der Abstand zum eigenen Abo?


An sechs der neun Messpunkte habe ich zusätzlich meinen eigenen Schweizer Mobilfunktarif Wingo gemessen: in Romanshorn, am Zürcher Hauptbahnhof, in Brunau, in St. Gallen und in Altenrhein, dazu einmal am Seealpsee, dort erfasste die App den Tarif unter der Bezeichnung «MyWingo», technisch derselbe Vertrag. Als lokale Referenz, nicht als sechster Teilnehmer im Ranking, Produkt und Vergleichsbasis unterscheiden sich zu stark.


Standort

Wingo Ø

Messungen

Romanshorn

514,77 Mbit/s

3

Zürich Hauptbahnhof

487,12 Mbit/s

2

Zürich Brunau

494,47 Mbit/s

2

St. Gallen

388,94 Mbit/s

2

Altenrhein

458,95 Mbit/s

3

Seealpsee (als «MyWingo»)

46,74 Mbit/s

1

Gesamt

439,15 Mbit/s

13

Latenz lag an fünf der sechs Standorte durchgehend niedrig, zwischen 11 und 19 ms. Auch am Seealpsee war die Latenz mit 28 ms unauffällig, nur die Downloadrate weicht dort stark ab.


Sechs Balkendiagramme mit dem Download der fünf Reise-eSIM-Anbieter im Vergleich zum Schweizer Mobilfunktarif Wingo an den Standorten Romanshorn, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Brunau, St. Gallen, Altenrhein und Seealpsee
An vier von sechs Standorten liegt Wingo vor allen fünf Reise-eSIMs. Nur am Seealpsee und in Altenrhein übertrifft eine einzelne Reise-eSIM-Messung den lokalen Referenztarif.

An vier der sechs Standorte lag Wingo im jeweiligen Standortdurchschnitt vor allen fünf Reise-eSIMs, gegenüber einzelnen, langsameren Reise-eSIMs fiel der Abstand dabei teils um mehr als das Vierfache aus. Auch in St. Gallen lag Wingo mit durchschnittlich 388,94 Mbit/s vorne, Nomad verkleinerte den Abstand dort mit 259,21 Mbit/s aber deutlich.


Zwei Ausnahmen zeigen, dass das kein Automatismus ist. Am Seealpsee lag Wingo mit 46,74 Mbit/s klar hinter Airalo (209,92) und Revolut (91,76), und selbst Nomad war mit 49,51 Mbit/s knapp schneller, einer von zwei Standorten im ganzen Test, an denen das eigene Abo nicht die schnellste Verbindung war.


Der zweite: Altenrhein, wo Wingos Schnitt von 458,95 Mbit/s zwar weiterhin ausreichte, um vor Saily, Nomad, Airalo und Holafly zu liegen, nicht aber vor Revoluts Einzelmessung von 767,64 Mbit/s.


Warum Wingo an den meisten Standorten schneller war und an zwei Standorten nicht, lässt sich aus den Messdaten allein nicht bestimmen. Die Werte dienen deshalb bewusst nur als lokale Referenz, wie gross der Abstand in der Praxis tatsächlich ausfällt und wie wenig sicher er ist, war bisher nirgends in meinem Test dokumentiert.


Abseits vom Speedtest: Wie angenehm sind die eSIMs im Alltag?


Geschwindigkeit ist nur die halbe Praxis. Genauso relevant für Vielreisende: Muss ich für jede neue Reise eine neue eSIM installieren, und wie läuft die Abrechnung? Die folgenden Beobachtungen stammen aus meinem eigenen Kauf- und Nutzungsprozess, ergänzt um Angaben der Anbieter, wo ich selbst nichts testen konnte. Einzelne Abläufe können je nach Tarif, Land oder Produktgeneration abweichen.


Anbieter

eSIM-Verwaltung nach dem ersten Kauf

Rechnung

Saily

Neue Ländertarife auf derselben eSIM, keine erneute Installation nötig

Nur E-Mail-Text, keine automatische PDF-Rechnung (laut Anbieter auf Anfrage beim Support möglich)

Revolut

Eine eSIM, neue Datenpläne direkt ergänzt, zusätzlich ein Widget für die Übersicht (laut Anbieter kann ein technisches Upgrade ausnahmsweise eine neue eSIM erfordern)

Erscheint im Kontoauszug der App, keine separate E-Mail-Rechnung

Airalo

Lokale eSIMs sind für ein einzelnes Land vorgesehen, daneben gibt es regionale und globale eSIMs für mehrere Länder; Top-Up ohne Neuinstallation möglich, sofern der jeweilige Tarif das unterstützt

PDF-Abrechnung per E-Mail

Nomad

Nicht grundsätzlich eine eSIM pro Land, Erweiterung über ein Add-On, sofern der jeweilige Tarif das unterstützt

Bestellbestätigung beziehungsweise Zahlungsbeleg als PDF per E-Mail

Holafly

Bei meinem getesteten Tagestarif: neue Installation und Aktivierung bei jedem Kauf, dadurch sammelten sich mehrere eSIM-Profile auf dem iPhone an (laut Anbieter können neuere Monats- oder Langzeitpläne anders funktionieren)

PDF-Abrechnung per E-Mail

Am pflegeleichtesten waren in meinem Test Saily und Revolut: eine einmal installierte eSIM reicht für weitere Käufe, bei Revolut zusätzlich mit Widget für den schnellen Überblick. Airalo und Nomad sind pro Tarif organisiert, lassen sich bei unterstützten Plänen aber ohne neue Installation aufstocken, das ist je nach Tarif unterschiedlich und keine Garantie. Bei Holafly führte mein getesteter Tagestarif dazu, dass sich mit jedem neuen Kauf ein weiteres eSIM-Profil ansammelte, spürbar wird das erst nach mehreren Reisen, wenn die eSIM-Liste im iPhone entsprechend länger wird.


Bei der Rechnung zeigt sich ein ähnliches Bild wie beim Speedtest: kein Anbieter macht alles am besten. Airalo, Nomad und Holafly lieferten bei jedem meiner Käufe automatisch eine PDF-Abrechnung, praktisch für Geschäftsreisende, das ist meine Beobachtung aus diesem Test, keine Garantie für jeden Tarif und Markt. Saily und Revolut tun das nicht automatisch, beide verweisen laut eigenen Angaben auf eine Rechnung auf Anfrage beziehungsweise den Kontoauszug in der App.


Was mich der eSIM-Test Schweiz tatsächlich gekostet hat


Neben der Geschwindigkeit habe ich auch mitprotokolliert, was mich jeder Anbieter während dieses Tests tatsächlich gekostet hat, Kaufbeleg für Kaufbeleg. Die Anzahl Käufe unterscheidet sich dabei bewusst: Sie spiegelt, wie oft ein Tarif während der fünf Testphasen erneuert werden musste, nicht eine willkürliche Auswahl.

Anbieter

Käufe für den CH-Test

Gesamtausgabe

Tarifstruktur

CHF pro GB

Holafly

4

CHF 13.28

Durchgehend Unlimited, 1 Tag

nicht anwendbar, rund 3.30 CHF pro Tag

Nomad

3

CHF 17.62

Unlimited/3 Tage, dann 3 GB/30 Tage, dann 1 GB/7 Tage

1.70 bis 3.64, je nach Tarif

Revolut

2

CHF 15.49

Durchgehend 3 GB/30 Tage

2.50 bis 2.67

Airalo

5

CHF 23.98

Durchgehend 1 bis 3 GB/3 Tage

2.25 bis 3.50

Saily

3

CHF 25.24

Unlimited/3 Tage, dann 3 GB/30 Tage

2.75 für den September-Tarif, Unlimited-Phase ohne GB-Preis

Die niedrigste Gesamtausgabe in meiner Testreihe hatte ich mit Holafly, dazu das einfachste Preismodell überhaupt: ein fixer Tagespreis um die 3.30 Franken, unabhängig vom Datenvolumen. Am teuersten insgesamt waren Saily und Airalo, aus unterschiedlichen Gründen. Bei Airalo, weil für jede der fünf Testphasen ein neuer, kurz laufender Tarif nötig war. Bei Saily, weil die Rheineck-Verlängerung mit CHF 9.38 der teuerste Einzelkauf des ganzen Vergleichs war, obwohl auch dort nur ein Unlimited-Tarif für drei Tage drinsteckte.


Den günstigsten Einzelwert pro Gigabyte lieferte ausgerechnet Nomad, mit CHF 5.09 für 3 GB in Zürich, umgerechnet 1.70 CHF pro GB, deutlich unter allen anderen GB-basierten Tarifen im Vergleich. Revolut bewegt sich mit 2.50 bis 2.67 CHF pro GB in einem engen Mittelfeld, mit 30 statt 3 Tagen Gültigkeit zusätzlich deutlich flexibler.


Airalo liegt mit 2.25 bis 3.50 CHF pro GB in einer ähnlichen Grössenordnung, aber mit breiterer Spanne: Die kleineren 1-GB-Käufe in Rheineck, St. Gallen und Altenrhein waren pro GB spürbar teurer als die 3-GB-Käufe am Seealpsee und in Zürich.


Wichtig für die Einordnung: Das ist der Preis für genau diesen Test, nicht eine allgemeine Tarifempfehlung. Wer nur einen einzelnen Kurztrip plant, zahlt bei den meisten Anbietern nur einen Bruchteil dieser Summen. Aktuelle Tarife und Rabattcodes findest du im Abschnitt «Rabatte und Links» weiter unten.


Gleicher Carrier, unterschiedliche Geschwindigkeit: Die fünf Anbieter im Detail


Meine Datentabelle enthält seit dem Update vom 5. September zusätzlich eine Carrier-Spalte, rückwirkend für fast alle bisherigen Messungen. Sie zeigt die bei der jeweiligen Speedtest-Messung erfasste Carrier-Bezeichnung, getrennt vom eSIM-Anbieter selbst, und ermöglicht damit weitere Vergleiche zwischen den Anbietern.


Vier eSIMs mit Salt, trotzdem völlig andere Ergebnisse


In St. Gallen weist die Carrier-Spalte bei Airalo, Revolut, Nomad und Holafly Salt aus. Die durchschnittlichen Downloads reichen trotzdem von 33,96 Mbit/s bei Holafly bis 259,21 Mbit/s bei Nomad. Nomad erreichte den höchsten Durchschnitt dabei über LTE, Airalo, Revolut und Holafly zeigten 5G an. Carrier-Bezeichnung und Netztyp erklären die gemessene Geschwindigkeit damit offensichtlich nicht allein. Bei Airalo kommt dazu, dass sich sogar die Carrier-Bezeichnung selbst geändert hat, dazu mehr im Airalo-Abschnitt unten.


In Altenrhein tritt derselbe Effekt noch deutlicher auf: Dort weist die Carrier-Spalte bei allen fünf Anbietern Salt aus, nicht nur bei vieren, die Einzelmessungen reichen trotzdem von 32,07 Mbit/s bei Holafly bis 767,64 Mbit/s bei Revolut. Die Carrier-Bezeichnung allein reicht damit auch bei vollständiger Übereinstimmung nicht aus, um die tatsächliche Leistung zu erklären.


Saily: 529 Mbit/s in Romanshorn, deutlich schwächer in Zürich und St. Gallen


CHF 7.62 für Unlimited-Daten während drei Tagen am Seealpsee, Speedtest erfasste Sunrise als Carrier. Für den Rheineck-Nachtest folgte ein zweiter Unlimited-Kauf zu denselben Konditionen (drei Tage), diesmal für CHF 9.38. Ab Zürich lief dieselbe eSIM auf einem 3-GB-Tarif für 30 Tage (CHF 8.24), der auch St. Gallen und Altenrhein noch abdeckte, ohne dass ein neuer Kauf nötig war. Der Carrier blieb dabei bis St. Gallen Sunrise, wechselte in Altenrhein aber zu Salt, wie bei allen fünf Anbietern an diesem Standort.


Im Hauptvergleich der vier Standorte in Bodenseeraum und Alpstein lag der Durchschnitt der fünf Messungen bei 196,04 Mbit/s, eine Zahl, die stark aussieht, aber von den beiden hohen Romanshorn-Werten getragen wird. In Zürich lag der Durchschnitt bei 79,55 Mbit/s (26,59 bis 110,81), in St. Gallen bei 72,66 Mbit/s (55,07 bis 88,37), beide Städte spürbar niedriger als Bodenseeraum und Alpstein, ohne vergleichbaren Ausreisser nach oben, und beide Male über LTE statt 5G. In Altenrhein lag Saily bei 386,24 Mbit/s im Schnitt (290,68 bis 481,80), damit deutlich über Zürich und St. Gallen und fast doppelt so hoch wie der Bodenseeraum-Schnitt von 196,04 Mbit/s, aber unter dem Romanshorn-Durchschnitt von 434,49 Mbit/s. Der Romanshorn-Wert war lange die höchste Einzelmessung des gesamten Tests, bis Revolut in Altenrhein vorbeizog.


Unlimited-Tarif: 3 bis 5 GB pro Tag mit voller Geschwindigkeit (je nach Zielland), danach Drosselung auf 1 Mbit/s. Hotspot ist laut aktuellen Nutzungsbedingungen nicht unbegrenzt, «excessive tethering» mit mehreren Geräten ist ausgeschlossen (Quelle: Saily Terms of Service).


Airalo: stark am Seealpsee, konstant hohe Werte in Zürich, St. Gallen und Altenrhein, aber nicht immer mit demselben Carrier


Je nach Testphase 1 bis 3 GB für drei Tage, zwischen CHF 2.73 und 7.50 pro Kauf, insgesamt fünf Käufe für CHF 23.98 (Details in der Kostentabelle oben). Bis einschliesslich Zürich wies die Carrier-Spalte bei Airalo durchgehend Sunrise aus, ab St. Gallen zeigt sie durchgehend Salt.


Durchschnitt über die vier verfügbaren Messungen im Bodenseeraum und Alpstein: 146,92 Mbit/s. In Zürich lag der Durchschnitt bei 190,77 Mbit/s, Spanne nur 171,86 bis 217,52 Mbit/s, der engste Wertebereich unter den beiden schnellen Anbietern Airalo und Revolut. In St. Gallen lag der Durchschnitt bei 193,58 Mbit/s (190,96 und 196,20), im selben Bereich wie Zürich, trotz des abweichenden Netzes. In Altenrhein lag der Durchschnitt bei 182,46 Mbit/s (181,18 bis 183,73), erneut im selben engen Band wie Zürich und St. Gallen, und erneut mit Salt statt Sunrise als Carrier. Airalo liefert damit über drei aufeinanderfolgende Testphasen hinweg die konstantesten Werte unter den schnellen Anbietern im ganzen Test.


In St. Gallen weist die Carrier-Spalte bei Airalo also Salt aus, während bei den bisherigen Schweizer Airalo-Messungen durchgehend Sunrise eingetragen ist. Was technisch hinter diesem Wechsel steckt, lässt sich aus meinen Messdaten nicht bestimmen.


Die Talstation bleibt der Gegenpol: kein LTE, kein 3G, keine Verbindung überhaupt. Airalo liefert damit unter den schnellen Anbietern die konstantesten Stadtmessungen des Tests und gleichzeitig den einzigen vollständigen Ausfall, beides gleichzeitig wahr.

Die getesteten Airalo-Tarife waren feste Datenpakete (1 bis 3 GB je nach Phase, siehe oben) und keine Unlimited-Tarife, Fair-Use-Regeln der Unlimited-Angebote gelten deshalb nicht für meine Speedtests. Für Airalos Unlimited-Tarife gilt laut Anbieter: 3 GB pro Tag mit voller Geschwindigkeit, danach 1 Mbit/s, Hotspot zählt zum Tageskontingent (Quelle: Airalo Fair-Use-Policy).


→ Ausführlicher Einzeltest: Airalo eSIM Schweiz im Test 2026


Revolut: von 0,89 bis 767,64 Mbit/s, auch in Zürich, St. Gallen und Altenrhein unberechenbar


CHF 8.00 für 3 GB, 30 Tage, am Seealpsee gekauft. Für St. Gallen und Altenrhein folgte ein zweiter Kauf derselben 3-GB/30-Tage-Kombination für CHF 7.49, insgesamt zwei Käufe für CHF 15.49 (Details in der Kostentabelle oben). Carrier-Spalte durchgehend Salt, bei jeder erfolgreichen Messung 5G angezeigt.

Durchschnitt Bodenseeraum & Alpstein: 142,79 Mbit/s. In Zürich 189,47 Mbit/s, praktisch gleichauf mit Airalo, aber mit der grössten Schwankung aller Anbieter in dieser Phase, 102,07 bis 298,83. In St. Gallen 172,85 Mbit/s im Schnitt, mit derselben Charakteristik: zwei niedrige Werte um 80 Mbit/s, dazwischen ein Ausreisser auf 354,80.


An der Talstation blieben trotz 5G nur 0,89 Mbit/s übrig. In Zürich-Brunau wiederholte sich das bekannte Muster: 102,07, wenig später 298,83 Mbit/s, am selben Standort, und in St. Gallen erneut: 85,15, dann 354,80, dann 78,59. In Altenrhein reichte eine einzelne Messung, um den bisherigen Gesamtrekord zu übertreffen: 767,64 Mbit/s, mehr als das Anderthalbfache des bisherigen Höchstwerts aus Romanshorn. Eine zweite Messung zum Vergleich liegt nicht vor. Ob sich das Muster aus Romanshorn und St. Gallen, ein sehr hoher Wert, danach deutlich niedrigere, wiederholt hätte, bleibt offen.


Installation in unter einer Minute, weiterhin die schnellste im Vergleich. Keinen Unlimited-Tarif, Hotspot laut Anbieterangaben erlaubt, keine separate Kappung gefunden.


Holafly: stark an der Talstation, auffällig konstant in Zürich, St. Gallen und Altenrhein


CHF 3.33 für einen Tag Unlimited-Daten, Speedtest erfasste Salt als Carrier, auch in St. Gallen und Altenrhein bestätigt. Einzige Ausnahme: In Zürich weist die Carrier-Spalte stattdessen «Holafly 5G» aus. Aus diesen Bezeichnungen allein lässt sich das dahinterliegende Netz technisch nicht eindeutig bestimmen.

Für den getesteten Unlimited-Tarif zähle ich weiterhin nur die drei Messungen vom 12. August, Durchschnitt 51,68 Mbit/s. In Zürich lag der Durchschnitt bei 33,22 Mbit/s, Spanne 0,45 Mbit/s, in St. Gallen bei 33,96 Mbit/s, Spanne 1,92 Mbit/s, in Altenrhein bei 33,83 Mbit/s, Spanne 3,52 Mbit/s, alle drei Male mit der höchsten Latenz aller fünf Anbieter und alle drei Male auffällig konstant auf ähnlichem Niveau. Über die zehn Messungen in Zürich, St. Gallen und Altenrhein zusammen liegt der gesamte Wertebereich zwischen 32,07 und 35,59 Mbit/s.

Zu den Romanshorn-Werten (27,17 und 35,39, siehe oben): Am 1. September habe ich Holaflys Always-On-Backup gezielt getestet, am Hauptbahnhof. Zwei Messungen über 5G, 8,45 und 8,53 Mbit/s, sehr konstant, deutlich langsamer als der Unlimited-Tarif. (Eine dritte Messung lief über WLAN und misst deshalb nicht Holaflys Netz, sie zählt hier nicht.) Ob die Romanshorn-Messungen trotzdem über Always On liefen, lässt sich daraus nicht bestimmen, ein anderer Ort und ein anderer Zeitpunkt beweisen keine andere Ursache. Die Zuordnung bleibt offen, die Werte fliessen weiterhin nicht in den Unlimited-Durchschnitt ein.

Hotspot laut Anbieterangaben auf 1 GB pro Tag begrenzt (Quelle: Holafly zu Tethering). Eine konkrete Fair-Use-Grenze in GB für den Unlimited-Tarif selbst gibt Holafly nicht öffentlich an.

Im separaten Support-Test schnitt Holafly am besten ab.


Nomad: nie 5G, in St. Gallen mit Abstand am schnellsten, in Altenrhein weiterhin sehr stark


CHF 8.89 für Unlimited-Daten, drei Tage, am Seealpsee gekauft. Für Zürich folgte ein 3-GB-Tarif für 30 Tage (CHF 5.09), für Altenrhein ein 1-GB-Tarif für 7 Tage (CHF 3.64), insgesamt drei Käufe für CHF 17.62 (Details in der Kostentabelle oben). Carrier-Spalte durchgehend Salt, auch in St. Gallen und Altenrhein bestätigt.


Durchschnitt Bodenseeraum & Alpstein: 50,89 Mbit/s. In Zürich 47,44 Mbit/s (15,30 bis 98,36), praktisch auf demselben Niveau, weiterhin kein einziges Mal 5G. In St. Gallen dann der Bruch mit diesem Muster: 259,21 Mbit/s im Schnitt (227,14 bis 306,40), mehr als das Fünffache von Zürich und von Bodenseeraum & Alpstein, und der insgesamt schnellste Anbieter dieser Phase, weiterhin ausschliesslich über LTE.


In Altenrhein wiederholte sich dieser Bruch, diesmal noch deutlicher: 313,57 Mbit/s im Schnitt (281,63 bis 345,50), das bisher beste Ergebnis dieses Anbieters im gesamten Test, weiterhin ausschliesslich über LTE. Nomad war in Altenrhein damit weiterhin schneller als Airalo und Holafly, beide mit angezeigtem 5G, lag aber hinter Saily (386,24 Mbit/s) und weit hinter Revoluts Einzelmessung von 767,64 Mbit/s zurück.


An der Talstation lieferte Nomads LTE bereits mehr als Revoluts angezeigtes 5G, 3,97 gegen 0,89 Mbit/s. St. Gallen bestätigte das Muster deutlicher: Dort lag Nomad schneller als alle Anbieter mit angezeigtem 5G. In Altenrhein galt das nur gegenüber Airalo und Holafly, nicht gegenüber Revolut, dessen Einzelmessung mit 5G weit über Nomads Wert lag. Das kleine Netzsymbol oben im Display sagt offenbar wenig über die tatsächliche Geschwindigkeit, in keine Richtung.


2 GB Highspeed-Volumen pro Tag, danach Drosselung auf rund 1 bis 2 Mbit/s, Hotspot offiziell erlaubt, kein separates Limit angegeben (Quelle: Nomad Unlimited-Datenpläne).


Produktupdate, Stand September 2026: 

Nomad bietet inzwischen zusätzlich den Nomad Pass an, eine dauerhafte Europa-eSIM im Abo, 1 GB alle 30 Tage, über 35 Länder, ab 3 USD pro Monat (Quelle: Nomad Pass). Getestet habe ich weiterhin den klassischen Prepaid-Tarif, der Nomad Pass war nicht Teil dieses Tests.


Direktvergleich: Bodenseeraum & Alpstein, Zürich, St. Gallen und Altenrhein


Anbieter

Ø Bodenseeraum & Alpstein (August)

Ø Zürich (September)

Ø St. Gallen (September)

Ø Altenrhein (September)

Saily

196,04 Mbit/s

79,55 Mbit/s

72,66 Mbit/s

386,24 Mbit/s

Airalo

146,92 Mbit/s

190,77 Mbit/s

193,58 Mbit/s

182,46 Mbit/s

Revolut

142,79 Mbit/s

189,47 Mbit/s

172,85 Mbit/s

767,64 Mbit/s

Nomad

50,89 Mbit/s

47,44 Mbit/s

259,21 Mbit/s

313,57 Mbit/s

Holafly

51,68 Mbit/s (ohne Romanshorn-Werte)

33,22 Mbit/s

33,96 Mbit/s

33,83 Mbit/s

Revolut blieb über alle vier Phasen im oberen Feld, mit Altenrhein als stärkstem Einzelausreisser nach oben. Airalo blieb sich dagegen vor allem in absoluten Werten treu, durchgehend zwischen 182 und 194 Mbit/s in den drei jüngsten Phasen, fiel damit aber in Altenrhein auf Platz vier zurück, weil Saily und Nomad dort deutlich stärker zulegten.


Holafly blieb über alle vier Phasen im unteren Feld, dafür auffällig konstant zwischen 33 und 34 Mbit/s in den drei jüngsten Phasen. Saily dagegen wechselte von 196,04 Mbit/s, dem höchsten Durchschnitt im Hauptvergleich Bodenseeraum & Alpstein, zu deutlich niedrigeren Werten in Zürich und St. Gallen, bevor Saily in Altenrhein mit 386,24 Mbit/s wieder deutlich nach oben ausschlug, fast doppelt so hoch wie der ursprüngliche Bodenseeraum-Schnitt von 196,04 Mbit/s, aber weiterhin unter dem eigenen Romanshorn-Durchschnitt von 434,49 Mbit/s. Die grösste Geschichte liefert weiterhin Nomad: nach zwei schwachen Phasen mit rund 50 Mbit/s im Schnitt erst der schnellste Anbieter in St. Gallen, dann nochmals stärker in Altenrhein, mit 313,57 Mbit/s und weiterhin ohne ein einziges Mal 5G.


Was die Daten nicht beantworten


Warum Airalo an der Talstation als einzige eSIM keine Verbindung herstellen konnte: unklar. Warum Revolut am selben Ort 5G anzeigte, aber nur 0,89 Mbit/s erreichte: ebenfalls unklar. Die hohen Romanshorn-Werte bleiben ohne technische Erklärung, ebenso die beiden mutmasslichen Always-On-Werte, die sich mit der jetzt gemessenen Rate nicht sauber erklären lassen. Aus Zürich: warum Nomad und Saily an keinem der drei Standorte 5G bekamen, obwohl es für Airalo, Revolut und Wingo an denselben Orten verfügbar war. Und aus St. Gallen: warum die Carrier-Spalte bei Airalo dort Salt zeigte statt wie an allen bisherigen Standorten Sunrise.

Neu aus Altenrhein: warum Revoluts einzelne Messung so deutlich über allem lag, was der Anbieter sonst je erreicht hat, auch über seinem eigenen Romanshorn-Wert, lässt sich aus den Daten nicht klären. Und warum fünf eSIMs auf demselben Carrier zwischen 34 und 768 Mbit/s streuen können, bleibt ebenfalls offen. Die Carrier-Bezeichnung allein kann die Unterschiede damit nicht erklären, was genau stattdessen den Unterschied macht, bleibt offen.

Die Messwerte und angezeigten Netztypen sind dokumentiert. Die Ursachen dahinter nicht. Alles Weitere wäre Spekulation.


Welche eSIM würde ich nach diesem Test wählen?


Für hohe und über drei Testphasen in Folge konstante Geschwindigkeit würde ich aktuell Airalo wählen. Am Seealpsee war Airalo ebenfalls am schnellsten. Der Gegenpunkt: An der Talstation kam als einzigem Anbieter keine Verbindung zustande.

Die Extremwerte und die Rangfolge je Standort stehen im Direktvergleich oben. Die eigentlich interessante Wendung liefert Nomad: in St. Gallen der schnellste Anbieter, in Altenrhein weiterhin sehr stark, wenn auch hinter Revolut und Saily, und das, obwohl in keiner der 15 Schweizer Messungen auch nur einmal 5G angezeigt wurde. Was ein normales Schweizer Abo im Vergleich leistet, steht im Wingo-Abschnitt weiter unten.


Die eigentliche Erkenntnis dieses Tests ist deshalb nicht, welcher Anbieter gewonnen hat, sondern wie schnell sich das Ergebnis ändert, sobald Ort, Testphase oder Messzeitpunkt wechseln. 5G ist ein Netztyp, keine Geschwindigkeitsgarantie, das galt an der Talstation, gilt für Zürich, wo zwei Anbieter das Symbol schlicht nie zu sehen bekamen, gilt für St. Gallen, wo der schnellste Anbieter ebenfalls ohne 5G auskam, und gilt in Altenrhein gleich doppelt: Nomad lieferte dort trotz reinem LTE sein bisher bestes Ergebnis, während alle fünf Anbieter denselben Carrier anzeigten und die Werte trotzdem meilenweit auseinanderlagen.


Häufige Fragen zum eSIM-Test Schweiz


Welche eSIM ist die schnellste in der Schweiz?


Nach Einzelwert gemessen Revolut, mit 767,64 Mbit/s in Altenrhein, allerdings auf Basis einer einzigen Messung. Saily folgt mit 529,18 Mbit/s aus Romanshorn auf Platz zwei. Nach Standortdurchschnitt wechselt die Spitze von Phase zu Phase: Saily führt in Bodenseeraum und Alpstein (196,04 Mbit/s), Airalo in Zürich (190,77 Mbit/s), Nomad in St. Gallen (259,21 Mbit/s) und Revolut in Altenrhein (Details dazu in der nächsten Frage). Ein Anbieter, der über alle Testphasen und Standorte hinweg vorne lag, war in meinem Test nicht dabei.


Wie verlässlich ist der neue Rekordwert von Revolut in Altenrhein?


Wenig verlässlich im Sinn einer Regel, echt als Messung. 767,64 Mbit/s beruhen auf einer einzigen Messung, eine zweite zum Abgleich liegt nicht vor. Beim bisherigen Rekord aus Romanshorn lag die zweite Messung am selben Ort bereits ein Drittel tiefer, ein ähnliches Muster ist bei Revolut nicht auszuschliessen.


Welche eSIM schnitt in Zürich am besten ab?


Nach meinen Messungen Airalo, mit hohem Durchschnitt und der geringsten Schwankung unter den beiden schnellen Anbietern Airalo und Revolut (171,86 bis 217,52 Mbit/s). Noch konstanter war einzig Holafly, allerdings bei deutlich niedrigerer Geschwindigkeit.


Welche eSIM schnitt in St. Gallen und Altenrhein am besten ab?


In St. Gallen lag Nomad mit 259,21 Mbit/s im Schnitt vorne, ohne ein einziges Mal 5G. In Altenrhein lag Nomad mit 313,57 Mbit/s im Schnitt ebenfalls sehr stark, dort aber hinter Saily (386,24 Mbit/s) und weit hinter Revoluts Einzelmessung von 767,64 Mbit/s. Den höchsten Einzelwert erreichte an beiden Standorten Revolut: in St. Gallen mit 354,80 Mbit/s, in Altenrhein mit 767,64 Mbit/s.


Warum zeigt das Smartphone 5G an, obwohl die Geschwindigkeit schlecht ist?


Das Netzsymbol zeigt nur den Verbindungstyp, nicht die tatsächlich verfügbare Bandbreite. In meinem Test erreichte Revolut an der Seealpsee-Talstation mit angezeigtem 5G nur 0,89 Mbit/s, während Nomad mit LTE am selben Ort mehr als viermal so schnell war.


Wie aussagekräftig sind einzelne Speedtest-Rekorde?


Wenig für den Alltag. 767,64 Mbit/s in Altenrhein waren eine einzelne Messung an einem einzelnen Standort, eine zweite zum Vergleich fehlt. Auch der bisherige Rekord aus Romanshorn, 529,18 Mbit/s, war eine Einzelmessung, die zweite Messung am selben Ort lag bereits ein Drittel tiefer. Einzelne Spitzenwerte sagen mehr über den Moment als über den Anbieter allgemein aus.


Lohnt sich eine Reise-eSIM, wenn ich sowieso ein Schweizer Abo habe?


Kommt auf den Zweck an. Mein eigener Tarif Wingo erreichte an vier von sechs mitgetesteten Standorten (Romanshorn, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Brunau, St. Gallen) im jeweiligen Standortdurchschnitt mehr als jede der fünf getesteten Reise-eSIMs, im Schnitt über alle 13 Wingo-Messungen 439,15 Mbit/s. Zwei Ausnahmen: am Seealpsee lag Wingo hinter Airalo, Revolut und knapp auch Nomad, in Altenrhein reichte der Wingo-Schnitt nicht gegen Revoluts Einzelspitzenwert. Für kurze Aufenthalte ohne Schweizer Abo bleiben Reise-eSIMs trotzdem die praktischere Lösung, für die reine Geschwindigkeit am Wohnort ist ein reguläres Abo in den meisten Fällen im Vorteil.


Läuft eine eSIM immer über dasselbe Mobilfunknetz?


Nicht zwingend. Meine Datentabelle enthält seit dem Update vom 5. September zusätzlich eine Carrier-Spalte, die zeigt, welche Carrier-Bezeichnung bei der jeweiligen Messung erfasst wurde. Bei Airalo zeigt sich damit ein Wechsel: Ab St. Gallen erfasste Speedtest bei Airalo Salt als Carrier, an allen bisherigen Standorten stand dort Sunrise. In Altenrhein bestätigte sich das: Die Carrier-Spalte zeigte weiterhin Salt. Dort liefen sogar alle fünf Anbieter über denselben Carrier, mit Downloadraten zwischen 32,07 und 767,64 Mbit/s, der bisher deutlichste Beleg, dass der Carrier allein die Geschwindigkeit nicht erklärt.


Welche eSIM eignet sich für abgelegene Orte wie die Seealpsee-Talstation?


In meinem einmaligen Test lieferte Holafly dort mit 23,9 Mbit/s den besten Wert, Airalo hatte an diesem Standort gar keine Verbindung. Bei nur einer Messung pro Anbieter ist das aber eine Momentaufnahme, keine verlässliche Regel für die ganze Region.


Muss ich für jedes Land eine neue eSIM installieren?


Nicht bei allen Anbietern. Saily und Revolut verwenden die bereits installierte eSIM auch für neue Ländertarife weiter, eine erneute Installation war in meinem Test nicht nötig. Airalo und Nomad arbeiten in der Regel mit einer eSIM pro Tarif, die sich bei unterstützten Plänen per Top-Up beziehungsweise Add-On erweitern lässt, das hängt vom jeweiligen Tarif ab und funktioniert nicht bei jedem Plan. Bei Holafly musste ich bei meinem getesteten Tagestarif für jeden neuen Kauf eine neue eSIM installieren, wodurch sich mit der Zeit mehrere Profile auf dem iPhone ansammelten. Laut Anbieter können neuere Monats- oder Langzeitpläne davon abweichen, getestet habe ich das nicht.


Bieten die eSIM-Anbieter Rabatt- oder Bonusprogramme an?


Ja, unterschiedlich stark. Airalo hat ein Loyalty-Programm mit der eigenen Guthabenwährung Airmoney, Holafly ein Loyalty-System mit HolaCoins, Nomad Promotionen direkt in der App plus Nomad Points, und Saily verschickt regelmässige Rabattmails und hat zusätzlich ein Guthaben-Reward-System. Bei Revolut habe ich keine klassischen eSIM-Promotionen beobachtet, dort lassen sich aber RevPoints für Vergünstigungen bei Datenplänen einsetzen. Aktuelle Rabattcodes findest du im Abschnitt «Rabatte und Links» weiter unten.


Was ist Holaflys «Always On»-Feature?


Ein Backup-Datenvolumen von 1 GB pro Monat, das laut Anbieter nach Ablauf eines bezahlten Plans automatisch aktiv werden kann, solange die eSIM installiert bleibt (Quelle: Holafly Always On). In meinem gezielten Test erreichte diese Verbindung rund 8,5 Mbit/s, deutlich langsamer als der reguläre Unlimited-Tarif.


Wie wurde dieser Test durchgeführt?


Mit einem iPhone 16 Pro und Speedtest by Ookla, an neun Hauptvergleichspunkten sowie einem zusätzlichen Nachtest in Rheineck, verteilt auf fünf Testphasen zwischen August und September 2026. Insgesamt entstanden 81 erfolgreiche Messungen der fünf Reise-eSIMs, Rheineck bleibt dabei ausserhalb des phasenübergreifenden Hauptvergleichs. Details zur Methodik im Abschnitt «eSIM Test Schweiz 2026» oben.


Rabatte und Links zu den getesteten Anbietern


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